Kultur | 13. November 2019 | Daniel Adler

Clock Clock

Drei junge Elektro-Pop Künstler der Region im Interview

Das Mannheimer Designhotel SYTE befindet sich in direkter Hauptbahnhofnähe. Hier treffen wir die Band Clock Clock in der schick eingerichteten Bibliothek. Wie bei Weltstars ist dieser Bereich mit Tensatoren abgesperrt, für Quadratestadt exklusiv reserviert und mit feinstem hausgemachtem Eistee ausgestattet. Herzliche Begrüßungen, nette Begleitungen – und wir mittendrin.

Clock Clock – das sind Bojan Kalajdzic (Sänger und Songwriter), Mark Vonsin (Keyboard und Produzent) und Fabian Fieser (Gitarre & Produzent), das selbsternannte Küken der Band. Den Ursprung legten die zwei Letzteren in Schifferstadt, lernten anschließend Bojan über soziale Netzwerke in Landau kennen und entwickelten das anfängliche Spaßprojekt zu einer Dreierkonstellation, die seither nicht mehr wegzudenken ist.

„Wir haben nie als Band fungiert, waren aber durch die Aufnahme in das Talentförderprogramm „Bandpool“ der Popakademie Mannheim gefordert aus dem Auflegen, Produzieren und Musik machen monatelang zu üben und einen Live-Auftritt auf die Beine zu stellen“,

erzählt Fabian.

„Während andere mit ihren Schlagzeugen in Bussen vollgepackt ankamen, hatten wir nur einen Rucksack dabei und fühlten uns wie vor einer Powerpoint- Präsentation in der Schule“,

fügt Mark dazu. Aber genau das war es, was die Popakademie sehen wollte. Kein fertiges Produkt, sondern Potenzial und Entwicklungsmöglichkeiten. So kam es, dass Clock Clock aus über 400 Bands in die TOP 15 aufgenommen wurde und hiermit den Grundstein ihrer Karriere legen konnte.

Der Name „Clock Clock“ ist Lautmalerei, erklärt Bojan:

„Wenn zwei Klanghölzer aneinander geschlagen werden, ergibt es das besagte Geräusch *ClockClock*.“

Genauso vermeintlich einfach entstehen auch die Texte der Band.

„Ein Gedanke, den man mit sich trägt und man aus irgendeinem Grund so fühlt wie man fühlt, liefert die Bausteine des Songwritings. Gerade bei elektronischer Musik ist es dann wichtig, die Leute auf einer ehrlichen und vertrauten Ebene abzuholen“

ergänzt Mark,

„viele persönliche Eindrücke und Erfahrungen live zu transportieren ist herausfordernd, aber wenn man etwas zu erzählen hat, fließt das einfach.“

Das charakteristische Schubladendenken zwischen den einzelnen Musikgenres erachtet die Band nicht als relevant, ja vielleicht sogar als nicht mehr zeitgemäß. Es gibt auch HipHop, Rock und Indie-Einflüsse.

„Wir wollten eine eigene Kategorie mit „Beach-House“ erschaffen. Nun fahren wir etwas die Deephouse Schiene und haben diesen Sundowner- Charakter“


umschreibt Mark die bisherige Musikrichtung.

„Doch durch den Lauf der Zeit und mehrere Sessions inkl. Zusammenarbeit mit anderen Künstlern in Berlin, entwickelt sich der Sound stetig weiter.“


ergänzt Fabian.

Mannheim ist zentraler Treffpunkt, von der Jugend bis heute. Als Pfälzer kommt man gerne in die Stadt, das Team ist rund um Mannheim aufgebaut worden und Marks Zuhause ist gleichzeitig Studio und Startpunkt für den Weg zum Proberaum, der sich ebenfalls hier befindet.

„Wir hatten immer gute Zeiten in Mannheim, vom Feiern, über Freunde besuchen oder morgens den ersten Zug zurück nehmen“

sagt Fabian.

„Die Jungs sind oft bei mir, um voranzukommen und weiterzuackern“

fügt Mark lachend dazu.

„Mannheim fühlt sich an wie Heimat, als das alles konkreter wurde haben wir unseren Standort ganz bewusst hierher verlegt.“

Da jeder Song für sich stehen soll statt in einem Album unterzugehen, sind bislang nur einzelne Singles erschienen.

„Ein Album ist eine Herausforderung, der wir uns auf jeden Fall noch stellen wollen. Wie auf einer Bucketlist. Das sollte man als Musiker mal gemacht haben“

sagt Bojan.

Während die Drei vor fünf Jahren alle noch brav in der Uni studierten, sehen sie sich in weiteren fünf Jahren erfolgreich, international spielend und weiterhin glücklich mit dem was sie machen.

„Alles hat seine Zeit. Es gibt kein Richtig und kein Falsch“

sagt Bojan.

„Man kann von heute auf morgen auf einer großen Bühne spielen. Daran glauben wir! Geduld, Mut und Motivation sind dabei die drei Schlüsselworte“

ergänzen die anderen Bandmitglieder.

“Wir haben uns mittlerweile ein Team aufgebaut, welches sehr viel Erfahrung in der Musikbranche hat, um gemeinsam unseren nächsten Karriereschritt zu verwirklichen”

fügt Mark abschließend hinzu.

Die neue Single „Better on your own“ erschien am 8. November und wir sind überzeugt, dass diese sympathische Band ihrem Traum von den ganz großen und internationalen Bühnen täglich einen Schritt näher kommt!

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