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Tiffany Mannheim

Quadratestadt

Tiffany Mannheim – Wir verkaufen Atmosphäre

Seit 50 Jahren verbindet das „Tiffany“ in Mannheim Musik, Mode und Menschen

Es ist ein besonderes Gefühl, wenn man eilig die letzten Stufen der engen Treppe nimmt und sich plötzlich auf der funkelnden Tanzfläche befindet. Ein Gefühl von Bestätigung, weil man von der selektiven Türpolitik als willkommener Gast angesehen wurde. Ein Gefühl von Bewunderung für die stylischen Einrichtungselemente. Ein Gefühl der Zugehörigkeit. Mit genau diesem Gefühl zieht das „Tiffany“ in der Mannheimer Heinrich-Vetter-Passage seit über 50 Jahren Nachtschwärmer aus aller Welt wie magisch an. Gerade in Anbetracht der kurzlebigen Verweildauer anderer Mannheimer Nachtclubs stellt sich unvermeidlich die Frage: Wie schafft es das „Tiffany“, seine Räumlichkeiten Woche für Woche, Jahrzehnt für Jahrzehnt zu füllen?

Fragt man Inhaber und ehemaligen Resident DJ Tom Esselborn, lässt sich seine Antwort mit einem einzigen Wort zusammenfassen: Vertrauen. „Die Eltern vertrauen uns ihre Kinder an.“, erläutert Esselborn und spielt damit auf das traditionell generationsübergreifende Publikum und die familiäre Atmosphäre der Diskothek an. Für seine Stammgäste ist das „Tiffany“ ein „zweites Wohnzimmer geworden“, so Milian Esselborn, der Sohn von Inhaber Tom. Dazu gehört auch, dass „Familienoberhaupt“ Tom seinen Clubgästen mit Ratschlägen und Tipps in jeglichen Angelegenheiten zur Seite steht. „Leider wird dieses familiäre Gefühl von Außenstehenden immer wieder mit Arroganz verwechselt“, reflektiert der ehemalige Jurastudent. Unterstützt wird dieses Missverständnis wohl auch durch die selektive Auslese am Clubeingang. Von dieser konsequenten Türpolitik können sicher auch einige Leserinnen und Leser ein Lied singen. Begründen lässt sich die sorgfältige Publikumsauswahl laut Esselborn ganz einfach – die Sicherheit der Gäste. Langjährige Stammgäste empfehlen ihren Kindern und Enkeln:

„Wenn ihr irgendwohin gehen wollt, wo nichts passiert, dann geht ins Tiffany“

Esselborn sieht Worte wie diese als Dank zufriedener Gäste für die „harten Linie“ an der Tür der Mannheimer Institution. Dass sich Gäste im „Tiffany“ sicher fühlen können, wird durch die nur seltenen Besuche der Mannheimer Polizeibehörde bestätigt. So kommt der Nachtclub beispielsweise mit lediglich zwei Türstehern aus. „Mehr ist nicht notwendig, eine Wand von Türstehern würde die Gäste abschrecken.“, erklärt Inhaber Esselborn.

Familiäre Atmosphäre herrscht nicht nur unter den Clubgästen, sondern auch innerhalb der Geschäftsleitung. So wurde der Nachtclub jahrzehntelang vom Ehepaar Tom und Gisela „Gi“ Esselborn geleitet. Bereits mit 18 Jahren stieg Sohn Milian in den elterlichen Betrieb ein. Während seines Studiums kümmerte sich der sportbegeisterte Junior um die Einlasspolitik des „Tiffany“ und agierte zeitweise als Geschäftsführer. Seit 2016 ist sein Kumpel und aktueller Geschäftsführer Maximilian Dierschke mit im Boot. Dem studierten Wirtschaftsingenieur kommt die jahrzehntelange Gastro – Erfahrung Tom Esselborn zugute, von dem er all’ die Kleinigkeiten des Tagesgeschäfts lernt. Darüber hinaus bringt Dierschke ein natürliches Talent fürs Netzwerken mit – eine nützliche Eigenschaft für den Geschäftsführer eines Nachtclubs.

Ob das „Tiffany“ noch weitere 50 Jahre als „zweites Wohnzimmer“ für seine Stammgäste fungieren wird, bleibt offen.

„So weit in die Zukunft planen wir nicht”

lacht das Trio. Durch die durchgängig hohe Qualität, das Vertrauen der Stammkundschaft und das beachtliche Netzwerk der Geschäftsleitung stehen die Chancen jedoch gut. Bereits in der nahen Zukunft gibt es außerdem ein Highlight, auf das sich alle Nachtschwärmer freuen dürfen – die offizielle Feier des 50. Geburtstags.

Genauere Details werden von Tom Esselborn noch nicht preisgegeben. Wer den Inhaber und den Ruf des „Tiffany“ jedoch kennt, der weiß – das wird etwas Besonderes.

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